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 Betreff des Beitrags: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 07.09.2008, 19:36 
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Brüll-Seargent
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Registriert: 27.11.2007, 09:49
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Abschnitt 18-35677-F5, 180km über der Oberfläche, Anflugvektor 233.34/118.45/45.88
An Bord des schweren interstellaren Truppentransporters „Tibilis“

Eigentlich hätten sie zurück auf ihren Heimatplaneten fliegen sollen.
Eineinhalb Wochen im Raum, dann ihre MGS und Fahrzeugen in Stand setzen und dann: 3(!) Wochen Fronturlaub.
3 Wochen kriegt man wenn am als Kapitän einer Kasachen-Korvette eine Kreuzer oder einen anderen Dickpott zu Klump schießt.
Oder wenn man mit einem Nokovalny eine Einheit Fire-Crawler eliminiert.
Oder wenn man wie ich, das Universum rettet oder so... Lieutenant Stremir musste lächeln.
Alle Männer der Einheiten Genosse General Volvodin’s waren an Bord dieses Truppentransporters.
General Volwodin, Colonel Dimitri Stegrov, er selbst und der neue Kommissar: Pjotr Malinov.
Er hat sich erstaunlich schnell angepasst. Na ja, wenn man ein Volksheld ist, dann werden sogar Kommissare freundlich zu einem. Zumindest tun sie so als ob...
Die Mechaniker hatten bereits begonnen, die von der letzten Schlacht schwer gezeichneten MGS wieder zusammenzuflicken. Nicht dass es nötig gewesen wäre, da sie ja sowieso auf dem Rückflug in die Heimat waren. Dort wären die MGS generalüberholt oder durch neue MGS ersetzt worden. Und neue Rekruten wären in die Einheiten aufgenommen worden.
Doch dann kam dieser „Notruf“ von einem Planeten, dessen Namen er noch nie zuvor gehört hatte.
Die Produktion der Minen sei gefährdet. Das Überleben dieser Minenkolonien sei für das Überleben der kollektivistischen Revolutionsarmee lebensnotwendig. Außer Volvodins Einheit waren auch noch einige weitere Einheiten in diesen Sektor verlegt worden. Sie werden aber erst im Laufe des nächsten Monats eintreffen... Sie waren wieder einmal die ersten, die auf den Feind treffen würden.
Zur Zeit saß er in seinem MGS und wartete auf den „Abwurf unter Gefechtsbedingungen“ wie es so schön in der Ausbildung hieß. Der Countdown lief. Noch 35 Sekunden bis zum Ausklinken. Dann würden sich die Truppen- und MGS-Transporter vom Raumschiff lösen und den Endanflug beginnen.
Dann 2 Minuten bis zum Absetzen der Truppen und MGS. Und dann: Bussines as usual...
Eine leicht Vibration deutete an, das der Transporter sich vom Mutterschiff gelöst hatte. Der Countdown sprang auf 1:48 Minuten.
Stremir blickte auf den Orden zu seiner Rechten. Nur 242 Genossen besaßen so ein Ding. Dennoch würde er es sofort für eine Extrawoche Fronturlaub tauschen...
„Retter des Universums“ Lieutenant Stremir musste ein weiteres mal lächeln. Dann konnte er zum ersten mal einen Blick auf den Planeten unter ihm werfen und sein Lächeln gefror ihm im Gesicht:
Unter ihm erstreckte sich eine einzige Eiswüste. Das war also Ellysee... Der Taktikoffizier an Bord des schweren Truppentransporters hatte nicht übertrieben: auf diesem Planeten gefriert sogar Vodka zu Eis...

Sektor Lambda/2, leichter UNA-Aufklärungsverband im Gefecht mit RB -Einheiten

"Komm zur M.IND“ hat der Anwerbungsoffizier gesagt.
“Stationiert auf Exotische Planeten“ hat er gesagt.
“Sehr gute Bezahlung“ hat er gesagt.
Aber von den andauernden: „<<WARNUNG!! Feindliche Zielerfassung! Ausweichen!, Ausweichen! >>“ HAT DER ARSCH NICHTS GESAGT!

<<ACHTUNG! Ausstieg empfohlen! ACHTUNG! Ausstieg empfohlen!...>>

Und der Planet ist ein verdammter Eisklotz!
Der nächste nicht unter 12m dickem Es liegende Strand ist ca. 2.8 Lichtjahre von hier entfernt!
Und was nützt mir das viele Geld, wenn ich es nicht ausgeben kann?

<<NOTAUSTIEG initiiert. Bitte festhalten.>>

Bitte nicht SCHON wieder...

Mit einer Explosion verabschiedete sich der obere Teil der Panzerung seiner Kröte.
Die Beschleunigungskräfte des Schleudersitzes katapultierten ihn aus seinem MGS.
EX-MGS, wenn man es genau betrachtet...
Zur Zeit mutierte sein (Ex-)Kampfläufer gerade zu einem Feuerball und dann in eine Ansammlung von Schrotteilen, die sich gleichmäßig auf dem Schlachtfeld verteilen...
2 von 2 verschrottet.
Eigene Abschüsse bisher: keine. Nicht gut...
Nachdem sich der Fallschirm geöffnet hat, sank der Schleudersitz langsam in Richtung Osten.
Auf die Stellungen des Red Blocks zu. Private Lenz hatte kein gutes Gefühl diesbezüglich. Nicht gut. GAR NICHT GUT...
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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 15.04.2009, 08:26 
Schade, schade...hatte wirklich gehofft, dass es weitere deiner tollen Geschichten geben wird. Aber wahrscheinlich bin ich auch selbst dran schuld, denn ich hätte wohl meiner Freude darüber in Form eines oder mehrerer Posts Ausdruck verleihen sollen. Dass ich gemütlich vorm Rechner sitze in einer kleinen Pause, die ich mir mal zwischendurch gönne und mich durch deine Werke gut unterhalten fühle, kannst du ja nicht einfach so wissen.
Daher vielen Dank für die kurzweilige Unterhaltung!

MfG, Poc


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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 15.04.2009, 17:53 
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Brüll-Seargent
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Hi.

Nein, im Forum hat keiner Schuld.
Die Schuld liegt bei Projekt: 545\4334-54/b, auch bekannt under dem Tarnname "Hausumbau oder Hinterholt 8.1-die Fortsetzung":

Bild

Bild

General Volwodin, Colonel Dimitri Stegrov und selbst der neue Kommissar Pjotr Malinov, alle wurden zur kollektiven Arbeit eingeteilt...
Für Kriege und ähnliches haben sie im Moment keine Zeit (leider...).

Und eins sag' ich Euch: Masstab 1:1 ist eine Klasse für sich, das kann ich (und meine Körper) euch versichern! :?
_________________________________________________
SPY :ninja:


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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 15.04.2009, 21:33 
Wusa! Ich würde sagen, du hast da 'ne Menge Platz und das ideale Gelände, um AT-43 zu spielen... :shock:
Aber bei solch höheren Zielen kann ich gut verstehen, dass man auf nix anderes mehr Lust hat. Wünsche gutes Gelingen!

MfG, Poc


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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 16.04.2009, 13:13 
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Köp(f)ten
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Registriert: 03.09.2007, 19:39
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Wow, das Stadtkampf-Ruinengelände ist Dir echt gut gelungen. 8)

Toi toi toi beim Umbau und wir freuen uns auf die Fortsetzung. ;)

_________________
Ich glaube es hackt! Das ist doch kein Deutsch!


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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 16.04.2009, 17:16 
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Brüll-Seargent
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Wenn du die Fensterscheiben noch vorsichtig zerschlägst (Achtung Verletzungsgefahr) und die Wände noch ein wenig mit Rauch und Graffiti verziehrst kann man es wirklich gut verwenden. Achte aber drauf das es auch ins Gesamtbild passt und nicht zu unaufgeräumt ist, denn ansonsten haben deine Truppen nur schwieriges Gelände und das ist gerade bei den Kolossus-Einheiten ein großes Manke :armswink:
Ansonsten - ganz großes :armsbravo: Spitzengelände!

Also viel Spaß noch beim gestalten - ich hoffe ich seh dich auf dem CatCon.

Viele Grüße

Jefe 2.0 :armsbeard:

_________________
Wer irgendwelche Schreibfehler findet darf Sie gerne behalten.

Schiesse auf nichts was einfach zu treffen ist - du wirst es verfehlen!
(Alte Red Blok-Weisheit)

Shadowlords Ulm
Rackham Sentinel


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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 28.10.2009, 14:34 
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Brüll-Seargent
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Abschnitt 18-35677-F5, wenige Kilometer über der Oberfläche Ellysees, Anflugvektor 233.34/118.45/45.88, Endanflug, 48 Sekunden bis zur Landung.

Lt. Stremir hatte ein ungutes Gefühl. Alles lief nach Plan, aber irgendetwas stimmte nicht. Aber was? Sein Finger zuckte unwillkürlich zum Knopf, der sein Intercom aktivieren würde. Aber... Was sollte er melden? „Ich habe ein flaues Gefühl im Bauch?“ oder „Hier stimmt etwas nicht?“ 30 Sekunden bis zum Aufsetzen. Plötzlich wusste er was es war: Im Briefing hat man ihm gesagt, das sie direkt ins Getümmel geworfen werden würden. Aber da war unter ihm weit und breit nichts. Nichts außer Eis. Keine Laserblitze. Keine Raketenspuren. Kein zerschossen Wracks. Einfach: NICHTS!
„Countdown: 20 Sekunden bis zum Abwurf. 18-17-..“
„Leitung von Stremir: Landungs-Koordinaten fehlerhaft! ABBRUCH! SOFORT!!!“
Zuerst war der Com-Kanal stumm. Dann erfüllten geschrieene Befehle den Comkanal. „NavTec14: Kommandant! bestätige Fehlerhafte Koordinaten! Abbruch! Abbruch! Abbruch!“

In diesem Moment setzte der erste Truppentransporter auf der Planetenoberfläche auf. Und verschwand. Anstelle des Transporters war eine etwa 30 Meter hohe Wasserwand zu sehen. Der Transporter hat einfach die Oberfläche durchschlagen...
Dem Lieutenant wurde schlagartig bewusst, in welcher Gefahr seine Kameraden und er schwebte. Sie flogen nicht wie erwartet auf einer soliden Eisdecke zu sondern auf dünnes Eis über einer Wasserfläche.
Stremir wurde hart in die Gurte geworfen als die Bremsraketen des Truppentransporters auf Vollleistung gingen um den schweren Transporter abzufangen und wieder weg vom Planeten zu bringen.
Aber der Transporter war bereits zu nahe zum Boden um ohne Aufsetzen wieder abheben zu können. Deshalb tat der Pilot des Transporters das Einzige, was er in diesem Fall tun konnte: Erklinkte die Ladung aus!
Die MGS seiner Einheit fielen wie Steine Richtung Planet, die Containerartigen Transportbehältnisse für die Truppentransporter und Soldaten taten es ihnen gleich.
Der Transporter machte einen Satz nach oben. Einer der MGS wurde von einer Bremsrakete geröstet.
Einen Augenblick später schlugen die die MGS und Transportbehälter auf. Stremir wurde heftig durchgeschüttelt als sein Hetman eine Rolle vorwärts vollführte. Stechende Schmerzen breiteten sich in seiner Brust aus, nachdem er eine leichtes Knacken von seinem Brustkorb vernahm.

Abschnitt 18-35677-F5, 180km über der Oberfläche, Anflugvektor 233.34/118.45/45.88
An Bord des schweren interstellaren Truppentransporters „Tibilis“

Tief im inneren des Truppentransporters Tibilis ging der Datentechniker der Abteilung 12/42-B3 seiner Routinemäsigen Tätigkeit nach.
Alle fehlerhafen Bausteine der Datenbank des Raumschiffes waren alle ausgetauscht.
Nun konnte er sich für die nächsten 6 Stunden aufs Ohr hauen.
Niemand wird jemals erfahren, wie es zu der 0.000105-gradigen Abweichung im Anflugvektor der Landungsstreitkräfte des Kollektives kommen konnte.
Warscheinlich wird irgendjemand aus dem operativen Landungsstab seinen Kopf dafür hinhalten müssen...
Van der Baart, pardon, "Sergey Imanovic Andrepov, Abteilung 12/42-B3, Datentechniker" konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Abschnitt 18-35677-F5, Ellysees, Koordinaten 233.34/118.45, 30 Sekunden nach der "Landung"

Stegrovs Hetman blieb in einer Schneewolke seltsam verkrümmt am Boden liegen. Der Lieutenant sah wie sich der Truppentransporter leicht zur Seite neigt und etwa 500 Meter vor ihm sich dem Boden näherte. Der Abwurf der Ladung dürfte nicht richtig geklappt haben, denn ein Transportcontainer hing leicht verdreht in seiner Aufhängung. 2 der Steuerbordbremsraketen dürften ebenfalls beschädigt worden, sein, denn an ihnen war kein Feuerschweif zu erkennen wie an den Anderen. Fast wie in Zeitlupe setzte der setzte der Stahlriese auf der Planetenoberfläche auf. Dann hörte man ein gewaltiges Krachen und langsam Verformte sich das Gelände. Eistafeln begann sich in die Höhe zu Schrauben und inmitten dieser verschwand langsam das Monster aus Stahl, das sie auf diese Eiswüste gebracht hatte.
Auf den Lärm der letzen Sekunden folgte die Stille. Und darauf die verzweifelten Versuche, über Com seine Kameraden zu erreichen.
„Pjotr, Pjotr, hast Du es geschafft? Pjotr, melde Dich. Pjotr...“ hörte er die Stimme einer Jungen Rekrutin, bei deren Trauung er vor 2 Tagen an Bord der Tibilis selbst anwesend war. Pjotr Velrow war ihr frisch getrauter Ehemann.
Er befand sich in jenem Container, der sich beim Abwurf nicht gelöst hatte...

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 Betreff des Beitrags: Re: [Fiction] Fronturlaub
BeitragVerfasst: 28.10.2009, 18:15 
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Umbaufee
Umbaufee
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Registriert: 10.12.2006, 12:39
Beiträge: 2282
Wohnort: Bayern
Yeah, feine Story!

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